Chargekarte
Eine Chargekarte ist ähnlich einer Debitkarte. Sie unterscheidet sich jedoch darin, dass monatlich eine Rechnung kommt und diese komplett beglichen werden muss, in einer Frist bis zu 30 Tagen (je nach Kreditinstitut). Erfolgt diese Zahlung nicht im angebrachten Zeitraum, bezahlt man entweder sehr hohe Gebühren oder verliert im Extremfall seine Kreditkarte.
Chargekarten werden von privaten Kreditinstituten angeboten, so beispielsweise American Express, Diners Club aber auch anderen großen Unternehmen. Die erste dieser Art wurde 1914 von Western Union ausgestellt. Diners Club sah Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts hier eine gute Geldeinnahme und gab ebenfalls welche aus. Seit 1959 werden sie als kleine Plastikkarten - wie man sie heute kennt - ausgedruckt. Damit waren sie lange haltbar und auch für Bargeldautomaten geeignet. Weitere Institute und Einrichtungen gaben ihre eigenen Chargekarten aus, mit variierenden Gebühren, Rückzahlmöglichkeiten etc. Auf eine Chargekarte, die immer pünktlich und voll gezahlt wird, werden jedoch keine Zinsen oder Gebühren erhoben.
Es gibt einige Institute, die ihren Kunden anbieten, auch auf längere Zeit die Rückzahlung zu leisten. Das ist beispielsweise praktisch, wenn man über einen ausgedehnten Zeitraum auf Reisen ist. Die Chargekarte ist das gängigste Zahlungsmittel in Deutschland unter den Kreditkarten.
Eine Daily-Chargekarte ist eine Kombination einer Debitkarte und einer Chargekarte. Die Abrechnung läuft separat über ein technisches Konto, dass sich im Guthaben befindet. Mit ihr hat man zusätzlich einen Monatskredit. Solange das Guthaben reicht, wird dieses zur Tilgung genutzt und sofort belastet. Danach kann zusätzlich der Kreditrahmen beansprucht werden. Mit der Monatsabrechnung wird dann alles sofort vom Referenzkonto abgezogen. Verzugszinsen fallen hier nicht an.

